Generalversammlung 2026: Umbruch und Aufbruch
Zur ordentlichen Generalversammlung des SVKH am 29. April 2026 fanden sich etwas mehr als 30 Teilnehmende im vatter Business Center in Bern ein. Das dichte Programm schlug die Brücke von den Aktivitäten des Verbandsjahres 2025 hin zu den kommenden Herausforderungen sowie den Vorhaben des SVKH.
Das Co-Präsidium, Dr. Mónica Mennet-von Eiff und Christoph Kalbermatten, führte durch die Traktanden. Die Versammlung genehmigte den Jahresbericht sowie die Jahresrechnung 2025 und erteilte dem Vorstand sowie der Geschäftsstelle die Entlastung.
Im Rahmen der Versammlung wurde unter anderem der modernisierte Auftritt des SVKH vorgestellt. Unter dem Motto «Identität bewahren, Präsenz stärken» wurde das CI/CD des Verbandes überarbeitet. Die Geschäftsstelle stellte das angepasste Logo, die neue Farb- und Bildwelt sowie die neu gestaltete Website vor. Das Redesign sorgt für einen professionellen und zeitgemässen Auftritt.
Personelle Veränderungen
Im Vorstand und im Umfeld des Verbandes zeigten sich Zeichen desUmbruchs durch folgende personelle Wechsel:
Wiederwahl: Peter Braun (Schwabe Pharma AG) wurde für eine weitere Amtszeit von drei Jahren wiedergewählt.
Verabschiedung Justine Kaigre: Aufgrund eines beruflichen Wechsels trat Justine Kaigre aus dem Vorstand zurück; ihr wurde für die geleistete Arbeit gedankt und sie wurde verabschiedet. Im Rahmen der kommenden Herbstversammlung wird eine ausserordentliche Generalversammlung durchgeführt, um die entsprechende Ersatzwahl vorzunehmen.
Stabsübergabe in der Politik: Walter Stüdeli informierte ein letztes Mal über laufende sowie kommende politische Geschäfte und Vernehmlassungen. Im Anschluss wurde er für sein ausserordentliches Engagement gewürdigt und verabschiedet. Walter Stüdeli verlässt den SVKH nach 22 Jahren, in denen er den Verband erst als Geschäftsführer und zuletzt als Politikberater massgeblich prägte. Den Bereich Politik übernimmt neu die Geschäftsführerin Cornelia Steck.
Im Dialog mit den Behörden
Den zweiten Teil der Versammlung bereicherten zwei spannende Referate aus den Bundesbehörden.
Dr. Stephanie Vollenweider, Leiterin Sektion HTA beim Bundesamt für Gesundheit, erläuterte das HTA-Programm des Bundes. Das Health Technology Assessment (HTA) ist ein international anerkanntes Verfahren zur vertieften Bewertung von Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW) medizinischer Leistungen. Sie berichtete über die rechtlichen Grundlagen der WZW-Prüfung, die strategische Einbettung des HTA-Programms sowie die HTA–Prozesse.
Dr. Martin Ziak, Leiter Komplementär- und Phytoarzneimittel bei Swissmedic, informierte über die finanzielle Stabilisierung und Umstrukturierung der Heilmittelbehörde. Infolge sinkender Zulassungsgesuche und seiner Pensionierung wird die Abteilung für Komplementär- und Phytoarzneimittel (KPA) in die bestehende Organisationsstruktur integriert.
Da Dr. Martin Ziak im Oktober 2026 in den Ruhestand tritt, wurde er bereits im Rahmen dieser Versammlung verabschiedet und für die langjährige, konstruktive Zusammenarbeit verdankt. Er war seit 2014 Leiter der Abteilung KPA bei Swissmedic.