Nachhaltigkeit: der Beitrag der Komplementärmedizin

Der Bundesrat hat Nachhaltigkeit als ein Ziel der Legislatur 2023-2027 definiert: «Die Schweiz schützt das Klima und trägt Sorge zu den natürlichen Ressourcen.» Zu diesem politischen Bekenntnis leisten komplementärmedizinische Arzneimittel (KPA) einen aktiven Beitrag.

KPA sind natürliche Produkte, die überwiegend auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Ihre Herstellung steht im Gegensatz zur Synthese chemischer Arzneimittel: Sie zeichnen sich durch einfache Herstellungsverfahren ohne grosschemische Verfahren aus. Während die Produktion chemischer Arzneimittel oft globalisiert und energieintensiv ist, setzen KPA-Hersteller auf nachhaltige Produktion, kurze, regionale Lieferketten und eine Kreislaufwirtschaft, wodurch sie einen geringeren ökologischen Fussabdruck aufweisen.

Angesichts dieser Vorteile sind KPA die logischen Produkte, die im Zeichen der Nachhaltigkeit stehen. Deshalb ist die Erhaltung der Vielfalt komplementärmedizinischer Arzneimittel von grösster Bedeutung. Denn KPA sind ein wesentlicher Teil der Lösung für ein nachhaltiges, stabiles und kosteneffizientes Schweizer Gesundheitswesen und tragen massgeblich zu einem gesunden Lebensraum bei.

Doch anstatt dieser Logik zu folgen, geht der Trend in die entgegengesetzte Richtung: Der aktuelle Verlust der Arzneimittelvielfalt im Bereich der KPA ist gefährlich. Fallen KPA-Produkte aufgrund hoher Zulassungs- und Regulierungskosten oder Behördenentscheide weg, müssen sie oft durch teurere, synthetische Medikamente ersetzt werden. Dieser erzwungene Wechsel treibt die Gesundheitskosten unnötig in die Höhe und belastet gleichzeitig die Umwelt. In Anbetracht dieser Entwicklung bleibt das politische Bekenntnis zur Nachhaltigkeit ein blosses Lippenbekenntnis.